E-Mail-Tools für Start-ups: womit Sie anfangen und wann Sie wechseln
Von Mara Levin · Aktualisiert am 7. Oktober 2026 · Preise und Dokumentation an diesem Tag geprüft
Für ein junges Produkt zählt zuerst, wie weit der Gratisplan trägt und ob Systemmails und Marketing in einem Konto laufen. Wir stellen Resend an die Spitze: Das Marketing-Angebot ist bis 1.000 Kontakte kostenlos, Transaktionsmails bis 3.000 im Monat. Sequenzy folgt für Start-ups mit Stripe-Abos (19 $ für 15.000 Mails, unbegrenzt Kontakte), Loops für Teams ohne Entwickler, Postmark für verlässliche Systemmails.
Die kurze Antwort
- Entwickler im Team, Produkt- und Marketingmails aus einer Hand: Resend.
- Abos über Stripe, Paddle oder Lemon Squeezy, kleines Budget: Sequenzy, weil nach Mails statt nach Kontakten gezahlt wird.
- Eine Person aus dem Marketing pflegt die Mails im Editor: Loops.
- Systemmails müssen zuverlässig ankommen: Postmark, getrennt vom Marketing.
- B2B mit Teams als Kunden und Umsatz im Rücken: Userlist oder Customer.io.
Die 13 Tools auf einen Blick
| # | Tool | Gratis-Grenze | Erster Bezahlschritt |
|---|---|---|---|
| 1 | Resend | 3.000 Mails; Marketing 1.000 Kontakte | Pro 20 $ für 50.000 Mails |
| 2 | Sequenzy | 2.500 Mails im Monat | 19 $ für 15.000 Mails |
| 3 | Loops | 4.000 Sendungen, 1.000 neueste Kontakte | 99 $ bei 9.998 Abonnenten |
| 4 | Brevo | 300 Mails pro Tag | Starter ab 9 $ |
| 5 | MailerLite | 250 Abonnenten, 2.500 Mails | Comfort 19 $ bei 1.000 |
| 6 | Postmark | 100 Mails im Monat | Basic 15 $ für 10.000 |
| 7 | Customer.io | Kein Gratisplan, ein Jahr im Startup-Programm | Essentials 100 $ für 5.000 Profile |
| 8 | Userlist | Nicht genannt | Basic 149 $ bis 10.000 Nutzer |
| 9 | Mailgun | 100 Mails pro Tag | Basic 15 $ für 10.000 |
| 10 | SendGrid | Marketing: 2.000 Kontakte, 6.000 Mails | Essentials ab 19,95 $ |
| 11 | ActiveCampaign | Nur Testphase | Starter 15 $ (jährlich) |
| 12 | Kit | 10.000 Abonnenten, nur Rundmails | Creator 390 $ im Jahr bei 1.000 |
| 13 | Drip | Nur Testphase | 39 $ bis 2.500 Personen |
Der Rang ist das Urteil der Redaktion für ein Start-up ohne Sonderfall: erst die Tragfähigkeit des Gratisstarts und die Frage, ob Produkt- und Marketingmails in ein Konto passen, dann der nächste Preisschritt, dann die Passung zu bestimmten Modellen wie Abo-Abrechnung, B2B, Shop oder Newsletter. Die Begründung steht in jedem Eintrag.
Was E-Mail bei 1.000, 5.000 und 10.000 Nutzern kostet
| Tool | 1.000 Nutzer | 5.000 Nutzer | 10.000 Nutzer |
|---|---|---|---|
| Sequenzy (3 Mails je Nutzer) | 19 $ (3.000 Mails, über dem Gratislimit) | 19 $ (15.000 Mails) | 29 $ (30.000 Mails) |
| Resend Marketing (nach Kontakten) | 0 $ | 40 $ | 80 $ |
| Loops | 0 $ (Gratisplan) | 48 $ (bei 4.788 Abonnenten) | 99 $ (bei 9.998) |
| MailerLite Comfort | 19 $ | 49 $ | 89 $ |
| Drip | 39 $ | 89 $ | 154 $ |
| Customer.io Essentials | 100 $ (Start bei 5.000 Profilen) | 100 $ | 145 $ |
| Userlist Basic | 149 $ (bis 10.000 Nutzer) | 149 $ | 149 $ |
Quellen: die Preisseiten von Sequenzy, Resend, Loops, MailerLite, Drip, Customer.io und Userlist, gelesen am 7. Oktober 2026, in US-Dollar. Die Zählwerke unterscheiden sich: Sequenzy rechnet nach Mails (hier angenommen: drei pro Nutzer und Monat), die übrigen nach Kontakten, Profilen oder Nutzern. Bei MailerLite gilt die monatliche Zahlung, bei Resend kommen Transaktionsmails dazu.
Was die Tabelle zeigt
Unter 1.000 Nutzern spielt der Preis kaum eine Rolle: Mit Resend, Loops oder dem Gratisplan von Sequenzy zahlen Sie nichts oder knapp 19 $. Ab 5.000 Nutzern fällt die Unterscheidung nach Zählwerk ins Gewicht. Wer nach Mails abrechnet, zahlt für das, was verschickt wird; wer nach Kontakten abrechnet, zahlt auch für Registrierungen, die nie wieder eine Mail bekommen. Bei 10.000 Nutzern liegen in der Tabelle 29 $ (Sequenzy, 30.000 Mails) und 89 $ (MailerLite Comfort) weit auseinander, auch wenn beide Werkzeuge nicht dasselbe leisten.
Welche Phase Ihres Start-ups Sie gerade haben
Die Rangfolge oben gilt für ein Start-up ohne Sonderfall. Je nach Phase verschiebt sie sich:
Vor dem Launch
Sie sammeln Interessenten und schicken Bestätigungsmails. Hier genügt ein Gratisplan: Resend (Marketing bis 1.000 Kontakte, Transaktion bis 3.000 Mails), Sequenzy (2.500 Mails) oder MailerLite (250 Abonnenten) tragen diese Phase, ohne dass Sie zahlen. Wichtiger als die Wahl ist, dass Sie Ihre Absenderdomain früh authentifizieren und die Adressen mit Einwilligung sammeln.
Erste Kunden, erste Abos
Sobald Zahlungen fließen, entstehen die Mails mit dem direktesten Umsatzbezug: Testphase endet, Karte abgelaufen, Plan gewechselt. An diesem Punkt lohnt ein Werkzeug mit Abrechnungsanbindung (Sequenzy) oder gut dokumentierter Stripe-Anbindung (Loops). Bleibt Ihr Produkt ohne Abo, genügt Resend oder Brevo weiter.
Wachstum bis etwa 10.000 Nutzer
Jetzt entscheidet das Zählwerk: Nach Mails (Sequenzy, Resend Transaktion) bleibt die Rechnung klein, solange die Nutzer selten Mails bekommen; nach Kontakten (Loops, MailerLite, Drip) wächst sie mit jeder Anmeldung, auch mit Konten, die nie aktiv wurden. Räumen Sie die Liste vor jedem Stufenwechsel auf.
Mehrere Teams und Kanäle
Erst wenn mehrere Personen Kampagnen pflegen und SMS, Push oder In-App dazukommen, lohnen Customer.io oder Userlist. Der Sprung auf 100 bis 149 $ im Monat ist dann ein Posten unter vielen; vorher ist er der größte Kostenblock des Mail-Stacks.
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zählwerk statt Startpreis. Der günstige Einstiegspreis sagt wenig, wenn die nächste Stufe bei doppelter Liste das Vierfache kostet. Lesen Sie am Preisregler die Beträge bei 5.000 und 10.000 ab, bevor Sie Vorlagen bauen.
- Produktereignisse. Können Sie ein Ereignis wie „Testphase endet“ ohne eigenen Code auslösen, oder müssen Sie Webhooks bauen? Das entscheidet, ob eine Person aus dem Marketing die Abläufe pflegen kann.
- Absenderdomain. Richten Sie SPF, DKIM und DMARC für eine eigene Domain ein, bevor Sie die erste Mail an echte Nutzer senden; ein Wechsel des Anbieters bleibt dann ein DNS-Eintrag statt eines Neustarts. Mehr dazu im Leitfaden zur Zustellbarkeit.
- Branding und Limits. Gratispläne setzen Fußzeilen („Powered by Loops“, „Sent by Brevo“), Tageslimits (Brevo 300, Resend 100) oder Kontaktgrenzen wie bei Loops (nur die 1.000 neuesten Kontakte). Prüfen Sie, ob das Ihre Kunden stört.
- Systemmails getrennt denken. Passwort-Resets und Rechnungen dürfen nicht an Marketingreputation hängen; mehr dazu im Artikel zu transaktionalen und Marketing-E-Mails.
- Der Preis im zweiten Jahr. Kostenlose Jahre wie beim Startup-Programm von Customer.io oder Gratisstufen enden irgendwann; legen Sie den Wechselzeitpunkt vorher fest.
Die dreizehn Tools im Einzelnen
Jeder Eintrag nennt, für welches Start-up das Tool gedacht ist, was es kostet und wo es nicht passt. Alle Angaben stammen von den verlinkten Anbieterseiten.
Resend
Am besten für: Start-ups mit Entwicklern im Team, die Produktmails per API verschicken und Marketingmails später mit demselben Anbieter ergänzen wollen.
Transaktionsmails: gratis 3.000 im Monat (100 pro Tag), Pro 20 $ für 50.000, 35 $ für 100.000. Marketing: gratis bis 1.000 Kontakte, 40 $ bei 5.000, 80 $ bei 10.000.
Warum Platz eins
Junge Produkte brauchen zwei Dinge fast gleichzeitig: Systemmails wie Passwort-Reset und Bestätigung, und bald darauf Rundmails an Interessenten. Auf Resends Preisseite stehen beide Aufgaben nebeneinander. Der Marketing-Reiter nennt einen Gratisplan bis 1.000 Kontakte mit unbegrenztem Versand von Rundmails, 10.000 Automationsläufen und drei Segmenten. Für die Zeit vor dem ersten zahlenden Kunden ist das der weiteste Gratisstart in dieser Liste, der beide Aufgaben abdeckt.
Preis und Grenzen
Im Transaktions-Reiter kostet Pro 20 $ im Monat für 50.000 Mails, laut Regler 35 $ bei 100.000; Scale beginnt bei 90 $ für 100.000 und steht bei 160 $ für 200.000. Der Marketing-Reiter rechnet dagegen nach Kontakten: 40 $ bei 5.000, 80 $ bei 10.000 und 180 $ bei 25.000. Die Seite zeigt beide Reiter mit eigenen Staffeln; prüfen Sie dort, wie sich beides in Ihrem Konto addiert. Abrechnungsanbindungen nennt die gelesene Seite nicht, Zahlungsereignisse aus Stripe müssten Sie also selbst per Code weiterreichen.
Sequenzy
Am besten für: Start-ups, die Abos über Stripe, Paddle oder Lemon Squeezy verkaufen und Produkt-, Marketing- und Zahlungsmails in einem Konto wollen.
Gratis: 2.500 E-Mails im Monat. 19 $ = 15.000, 29 $ = 30.000, 49 $ = 60.000, 99 $ = 120.000. Kontakte und Domains unbegrenzt.
Was es leistet
Laut Preisseite richtet sich der Preis allein nach dem monatlichen E-Mail-Volumen; Kontakte und Absenderdomains sind in jedem Tarif unbegrenzt. Die Startseite beschreibt den Ablauf: Stripe oder PostHog einmal verbinden oder eigene Ereignisse mit einem POST senden, und jedes Ereignis startet den passenden Ablauf für ein Segment aus Tarif, MRR und Engagement. Als Anbindungen führt die Preisseite unter anderem Stripe, Paddle, Lemon Squeezy, Polar, Clerk und Supabase auf.
Zahlungsmails und ihre Grenze
Fällt bei Stripe das Ereignis invoice.payment_failed an, startet laut Startseite eine Mahnfolge (Dunning) mit einer Seite, auf der Kunden ihre Karte aktualisieren. Das ist Mailversand; ob und wann Stripe oder Paddle den Betrag erneut einzieht, regeln diese Zahlungsdienste selbst, und eine Quote zurückgeholter Zahlungen nennt Sequenzy nicht.
Warum Platz zwei und nicht eins
Der Vorteil zeigt sich erst, wenn Sie bereits ein Abo verkaufen: Vor dem ersten Kunden bleiben Abrechnungsanbindung und MRR-Segmente ungenutzt, und dann entscheidet der Gratisstart, den Resend breiter anbietet. Sobald Testphasen enden, Tarife wechseln und Zahlungen scheitern, rückt Sequenzy nach vorn, weil die Rechnung nach Mails statt nach Kontakten kleinbleibt: Bei 30.000 Mails im Monat sind es 29 $, ganz gleich, wie viele ruhende Adressen in der Liste stehen.
Loops
Am besten für: Gründerteams ohne Entwickler-Kapazität, bei denen eine Person Willkommensreihen und Produktmails im Editor pflegt.
Der Gratisplan reicht für die 1.000 neuesten Kontakte und 4.000 Sendungen je 30 Tage. Bezahlt wird nach Abonnenten: 48 $ bei 4.788, 99 $ bei 9.998 und 249 $ bei 49.989.
Stärken
Loops nimmt unbegrenzt Kontakte auf, versendet im Gratisplan aber nur bis zu 4.000 Mails in beliebigen 30 Tagen und nur an die 1.000 neuesten Kontakte; ein kleiner „Powered by Loops“-Hinweis steht in der Fußzeile. Alle Funktionen sind in jedem Tarif enthalten, Teamplätze kosten nichts, und Transaktionsmails sind im Bezahlplan ohne Aufpreis dabei. Das ist angenehm für ein kleines Team, in dem mehrere Personen mitschreiben.
Preis und Grenzen
Die Kostenkurve folgt den abonnierten Kontakten: 48 $ bei 4.788, 99 $ bei 9.998 und 198 $ bei 24.339 laut Regler. Ein Start-up mit vielen Testkonten, die nie aktiv werden, zahlt also für Ruhende mit. Dafür dokumentiert Loops eine Stripe-Anbindung; wie sich das Werkzeug gegen ein größeres schlägt, steht im Vergleich mit Customer.io.
Brevo
Am besten für: Start-ups mit kleinem Budget, die Newsletter, Transaktionsmails und einfache Automationen in einem Werkzeug wollen.
Im Gratisplan gehen 300 E-Mails pro Tag raus, gespeichert werden dürfen bis zu 100.000 Kontakte. Bezahlpläne beginnen bei 9 $ (Starter), 18 $ (Standard) und 499 $ (Professional).
Was Sie bekommen
Laut Hilfeartikel zu den Tarifen ist der Gratisplan unbefristet und begrenzt den Tagesversand auf 300 E-Mails, nicht die Kontaktzahl; die Marketing-Automation umfasst darin bis zu 2.000 Kontakte. Starter beginnt bei 9 $ im Monat mit mindestens 5.000 Mails und ohne Tageslimit, Standard bei 18 $ ergänzt Automationen, A/B-Tests und erweiterte Berichte.
Preis und Grenzen
Der Preis hängt am gewählten Mailvolumen, nicht an der Liste. Das lohnt sich für Start-ups mit großer Interessentenliste und seltenen Aussendungen, weniger für tägliche Produktmails an wenige Nutzer. Den Hinweis „Sent by Brevo“ in der Fußzeile entfernt laut Hilfeartikel ein Zusatz für 9 $ im Monat. Zur Datenverarbeitung außerhalb des EWR verweist Brevo auf die Datenschutzerklärung; lesen Sie diese vor dem Einsatz mit Kundendaten selbst.
MailerLite
Am besten für: Start-ups, deren erste Aufgabe ein Newsletter mit Landingpage und Anmeldeformular ist, nicht das Produkt.
Gratis: 250 Abonnenten, 2.500 E-Mails im Monat, 2 Plätze. Comfort 19 $ bei 1.000, 49 $ bei 5.000, 89 $ bei 10.000 (monatliche Zahlung).
Stärken und Preis
Die Preisseite bietet im Gratisplan 250 Abonnenten und 2.500 Mails bei zwei Nutzerplätzen. Comfort erlaubt monatlich das Zehnfache der Abonnentenstufe an Mails, Power hebt die Grenze auf; bei monatlicher Zahlung kostet Comfort 19 $ bei 1.000, 49 $ bei 5.000 und 89 $ bei 10.000 Abonnenten, Power 39 $, 69 $ und 129 $. Als Standort des Rechenzentrums nennt die Seite die EU.
Wo es nicht passt
MailerLite sieht Kontakte, keine Nutzer mit Konten und Produktereignissen. Wer Mails an ein Stripe-Ereignis oder an ein Verhalten im Produkt knüpfen will, braucht dafür ein anderes Werkzeug oder zusätzlichen Eigenbau. Als erste Listenlösung für Interessenten vor dem Launch ist es aber ein ruhiger, günstiger Anfang.
Postmark
Am besten für: Start-ups, bei denen Systemmails wie Login-Codes und Rechnungen verlässlich ankommen müssen und Marketing woanders läuft.
Gratis: 100 E-Mails im Monat. Basic 15 $ für 10.000, Pro 16,50 $, Platform 18 $; bei 50.000 Mails 55 $, 60,50 $ und 66 $.
Preis in Stufen
Auf Postmarks Preisseite beginnen alle drei Tarife bei 10.000 Mails im Monat: Basic 15 $, Pro 16,50 $ (die Seite nennt ihn für Start-ups und kleine Unternehmen), Platform 18 $. Zusatzmails kosten je nach Tarif 1,80 $, 1,30 $ oder 1,20 $ je 1.000. Am Mengenregler lesen Sie bei 50.000 Mails 55 $, 60,50 $ und 66 $ ab, bei 125.000 Mails 115 $, 126,50 $ und 138 $. Der Gratisplan mit 100 Mails dient nur zum Testen der Anbindung.
Wann es sich lohnt
Wer Rechnungen, Login-Codes und Passwort-Resets an Kunden schickt, zahlt hier für den Versand dieser Mails; Marketingautomation beschreibt die gelesene Preisseite nicht. Als Aufbewahrung der Daten nennt sie 45 Tage, anpassbar bis 365 Tage. Für ein Start-up mit zehn Nutzern ist das zu früh; ein eigener Versanddienst für Systemmails lohnt, wenn Sie Zustellprobleme tatsächlich sehen.
Customer.io
Am besten für: Produktgetriebene Start-ups mit sauberen Ereignisdaten, die mehrere Kanäle und genaue Zielgruppenlogik brauchen.
Essentials 100 $ im Monat für 5.000 Profile (1 Mio. E-Mails inklusive), 145 $ bei 10.000, 235 $ bei 20.000. Startup-Programm: ein Jahr gratis bei unter 10 Mio. $ Kapital.
Preis und Startup-Programm
Auf Customer.io beginnt Essentials bei 100 $ im Monat für 5.000 Profile mit einer Million E-Mails; bei 10.000 Profilen sind es 145 $, bei 20.000 235 $, weitere Profile kosten 0,009 $ pro Stück. Wer weniger als 10 Millionen Dollar eingesammelt hat, bekommt über das Startup-Programm ein Jahr kostenlos. Rechnen Sie den Preis des 13. Monats schon vorher durch.
Grenzen
Laut Dokumentation zur Abrechnung zählt ein Profil für den Monat, in dem es existiert, auch wenn Sie es später löschen; aufräumen senkt die Rechnung also erst im Folgemonat. Das Werkzeug ist stark in Datenmodell und Workflow-Logik, nicht im schnellen Start: Ohne eine Person, die Ereignisse sauber definiert, bleibt viel Funktionsumfang ungenutzt. Verwaltete Zustellbarkeit gehört laut Vergleichstabelle nicht zu Essentials.
Userlist
Am besten für: B2B-Start-ups nach dem ersten Umsatz, bei denen Unternehmen und nicht Einzelpersonen im Mittelpunkt der Kommunikation stehen.
Abgerechnet wird nach Nutzern: Basic kostet 149 $ im Monat für bis zu 10.000 Nutzer, jede weitere Tausendergruppe 10 $; Professional startet bei 349 $ für ebenfalls 10.000 und verlangt 12 $ je weiteren 1.000.
Für wen es gedacht ist
Userlist bietet Segmente für Nutzer und für Unternehmen sowie Lifecycle-Mails und In-App-Nachrichten. Professional ergänzt A/B-Tests, Conversion-Ziele und erweiterte Workflow-Funktionen. Für ein Produkt, das Teams verkauft, entspricht das Datenmodell der Realität: Eine Mail geht an Administratoren von Firmenkonten, nicht an alle Einzelkonten.
Preis und Grenzen
149 $ im Monat sind für ein Start-up mit 300 Nutzern viel Geld, und auf der gelesenen Preisseite ist kein Gratisplan genannt. Sinnvoll wird die Rechnung, wenn Umsatz vorhanden ist und Kundenteams zählen. Die direkte Gegenüberstellung mit dem größeren Konkurrenten steht in Userlist gegen Customer.io.
Mailgun
Am besten für: Entwicklerlastige Start-ups, die Eingangsrouting, E-Mail-Validierung oder EU-Hosting brauchen und den Versand selbst anbinden.
Gratis: 100 E-Mails pro Tag. Basic 15 $ für 10.000, Foundation 35 $ für 50.000, Scale 90 $ für 100.000.
Funktionen und Preis
Auf Mailgun kostet Basic 15 $ im Monat bei 10.000 E-Mails (Zusatzmails ab 1,80 $ je 1.000), Foundation 35 $ bei 50.000 (ab 1,30 $) und Scale 90 $ bei 100.000 (ab 1,10 $). Foundation und Scale sind im ersten Monat kostenlos. Am Regler zeigt die Seite 75 $ für Foundation bei 100.000 Mails. Zum Umfang zählen API und SMTP-Relay, Eingangsrouting, E-Mail-Validierung und Zustellbarkeits-Analysen.
Grenzen
Laut Seite lassen sich US- oder EU-Region aus einem Konto wählen, was für Start-ups mit Datenschutzanforderungen ein praktisches Argument ist. Die Seite stellt keinen Editor für Marketingmails heraus; ein Team ohne Entwickler stößt daher schnell an Grenzen. Eine zusätzliche dedizierte IP kostet 59 $ im Monat.
SendGrid
Am besten für: Start-ups, die schon Twilio nutzen oder früh mit sehr hohem Versandvolumen rechnen.
Email API: 100 Mails pro Tag, 60 Tage Test. Essentials ab 19,95 $ (50.000 bis 100.000 Mails), Pro ab 89,95 $. Marketing Campaigns: gratis bis 2.000 Kontakte und 6.000 Mails im Monat.
Was die Preisseite heute sagt
Frühere Vergleiche nennen 100 Mails pro Tag als dauerhaft kostenlos. Die Preisseite von Twilio führt für die Email API einen Test mit 100 Mails pro Tag für 60 Tage; dauerhaft gratis ist laut Seite nur der Marketing-Campaigns-Plan mit bis zu 2.000 Kontakten und 6.000 Mails im Monat. Essentials beginnt bei 19,95 $ im Monat, Pro bei 89,95 $, bei den Kampagnen Basic bei 15 $ und Advanced bei 60 $.
Wann es passt
SendGrid trennt Versand-API und Kampagnenprodukt und rechnet beides getrennt ab; das erschwert den Überblick für ein kleines Team. Es ist die Wahl, wenn das Volumen bereits in den Hunderttausenden liegt oder Twilio ohnehin im Haus ist. Für die ersten tausend Nutzer sind die Alternativen weiter oben einfacher.
ActiveCampaign
Am besten für: Start-ups mit Vertrieb, die Marketing-Automation, CRM und Landingpages aus einer Hand wollen.
Die Preisliste beginnt bei 1.000 Kontakten und gilt bei jährlicher Zahlung; pro Monat sind es 15 $ (Starter), 49 $ (Plus), 79 $ (Pro) und 145 $ (Enterprise). Eine Testphase ist möglich.
Aufbau der Tarife
Die Preisseite staffelt nach Funktionsumfang, nicht nach Mailvolumen: Starter enthält einen Nutzer und fünf Aktionen je Automatisierung, Plus ergänzt Standard-Segmentierung und Landingpages, Pro (drei Nutzer) erweiterte Segmentierung, Enterprise (fünf Nutzer) Premium-Segmentierung und ein eigenes Betreuungsteam. Die genannten Preise gelten für 1.000 Kontakte und jährliche Abrechnung.
Grenzen
Mit wachsender Kontaktliste steigt die Rechnung. Die Seite stellt Marketing-Automation, CRM und Landingpages heraus, nicht Ereignisse aus Ihrer App; wie Sie Produktereignisse anbinden, klären Sie am besten vor dem Kauf. Es lohnt, wenn ein Vertriebsteam Leads verfolgt und die Kundendaten im selben System liegen sollen.
Kit (ConvertKit)
Am besten für: Start-ups, die ihre Kundschaft über Inhalte, einen Newsletter und digitale Produkte gewinnen.
Gratis: bis 10.000 Abonnenten, nur Rundmails. Creator 390 $ im Jahr bei 1.000 Abonnenten; 14 Tage Test ohne Karte.
Was kostenlos geht
Kits Preisseite führt den Gratisplan bis 10.000 Abonnenten mit Landingpages, Formularen, Rundmails, Tags und Segmentierung. Visuelle Automationen und Sequenzen beginnen erst mit Creator, der für 1.000 Abonnenten bei jährlicher Zahlung 390 $ kostet. Pro ergänzt unbegrenzt Nutzer und Berichte zur Zustellbarkeit.
Grenzen
Das Modell besteht aus Abonnenten, Tags und Sequenzen, nicht aus Konten und Produktereignissen. Als Kanal für einen Gründer-Newsletter passt es, als Basis für Onboarding-Mails nach dem Nutzerverhalten im Produkt nicht. Stripe- oder Zapier-Anbindungen nennt die gelesene Seite nicht.
Drip
Am besten für: Start-ups, die physische Produkte über einen Onlineshop verkaufen und Kaufverhalten in Mails nutzen wollen.
39 $ im Monat für 1 bis 2.500 Personen, 49 $ bei 3.000, 89 $ bei 5.000, 154 $ bei 10.000. 14 Tage Test ohne Karte.
Preis und Funktionen
Drip rechnet nach der Zahl der Personen in der Liste: 39 $ bis 2.500, 89 $ bei 5.000, 154 $ bei 10.000 und 289 $ bei 20.000. Der Versand ist unbegrenzt, dazu kommen dynamische Segmente, bis zu 50 Workflows und eine Umsatzzuordnung für den Onlinehandel. Einen Gratisplan zeigt die Seite nicht, nur 14 Tage Test ohne Karte.
Grenzen
Drips Stärke sind Warenkorb- und Kaufereignisse. Für ein SaaS-Start-up ist das Preisniveau hoch und die Ausrichtung am Handel eher ein Hindernis. Für einen Shop mit Wiederkäufern, die per Mail zurückgeholt werden sollen, stimmt dagegen das Verhältnis aus Funktionen und Preis.
Unser Fazit für Start-ups
Es gibt kein Werkzeug, das jedes Start-up zuerst nehmen sollte. Mit Entwicklern und einem Produkt, das erst Systemmails braucht, beginnen Sie bei Resend und zahlen für den Anfang nichts. Verkaufen Sie bereits Abos über Stripe, Paddle oder Lemon Squeezy, zahlt sich Sequenzy aus, weil Zahlungsereignisse Abläufe starten und die Rechnung nach Mails statt nach Kontakten wächst. Fehlt Entwicklerzeit, ist Loops der ruhigere Weg. Alles andere in dieser Liste hat seinen Platz bei einem Sonderfall: Postmark für verlässliche Systemmails, Userlist und Customer.io für B2B mit Teams, Drip für Shops, Kit und MailerLite für Newsletter.
Weitere Seiten, die Ihre Entscheidung eingrenzen: E-Mail-Tools für das Onboarding, günstige E-Mail-Tools und E-Mail-Tools für Stripe-Nutzer.
Häufige Fragen
Welches E-Mail-Tool passt zu einem Start-up vor dem ersten Kunden?
Eines mit Gratisplan, der zu Ihrer Aufgabe passt: Resend deckt Transaktionsmails (3.000 im Monat) und im Marketing-Reiter bis 1.000 Kontakte ab, Sequenzy bietet 2.500 Mails im Monat bei unbegrenzten Kontakten, MailerLite 250 Abonnenten für einen einfachen Newsletter. Entscheiden Sie nach der ersten Aufgabe (Systemmails, Newsletter oder Produktmails), nicht nach dem Gesamtfunktionsumfang.
Wie viel kostet E-Mail für ein Start-up mit 5.000 Nutzern?
Nach der Tabelle oben zwischen 19 $ und 149 $ im Monat, je nach Werkzeugart: Sequenzy 19 $ bei rund 15.000 Mails, Loops rund 48 $, MailerLite Comfort 49 $, Resend Marketing 40 $ bei 5.000 Kontakten, Drip 89 $, Customer.io 100 $, Userlist 149 $. Hinzu kommen eventuell Transaktionsmails über einen zweiten Tarif; lesen Sie die Preisseiten der Anbieter, die Beträge ändern sich.
Brauche ich getrennte Werkzeuge für Systemmails und Marketing?
Zu Beginn nicht. Resend, Sequenzy, Loops und Brevo bündeln beides, was Konten, DNS-Einträge und Rechnungen spart. Getrennt wird es sinnvoll, wenn Zustellprobleme bei Marketingmails drohen, Systemmails zu beeinträchtigen: Dann liegt ein reiner Versanddienst wie Postmark für Login-Codes und Rechnungen auf der sicheren Seite.
Sequenzy, Loops oder Resend: wie entscheide ich?
Verkaufen Sie schon Abos über Stripe, Paddle oder Lemon Squeezy, ist Sequenzy der direkteste Weg, weil Zahlungsereignisse Abläufe starten und nach Mails statt Kontakten gezahlt wird. Ist eine Person im Marketing zuständig und Entwicklerzeit knapp, passt Loops mit allen Funktionen im Gratisplan. Haben Sie Entwickler und vor allem Systemmails, ist Resend der einfachere Einstieg, mit Marketing im selben Konto.
Lohnt sich das Startup-Programm von Customer.io?
Wenn Ihr Produkt viele Ereignisse erzeugt und eine Person die Workflows pflegt, ja: Wer unter 10 Millionen Dollar Kapital aufgenommen hat, bekommt ein Jahr kostenlos, danach 100 $ bei 5.000 Profilen. Ohne diese Person bleibt das Jahr ungenutzt, und der Umzug im zweiten Jahr kostet mehr Zeit als das Werkzeug gespart hat.
Wie schwer ist ein Wechsel, wenn das Start-up wächst?
Adressen mit Abmeldestatus lassen sich bei allen genannten Anbietern exportieren; mühsam sind Abläufe und Vorlagen, die Sie neu bauen müssen. Halten Sie Ereignisnamen schlicht, legen Sie die Absenderdomain in Ihrem eigenen DNS ab und planen Sie bei einem Umzug eine Woche Parallelbetrieb ein.
Dürfen wir Interessenten ohne Einwilligung anschreiben?
Für Werbe-E-Mails ist nach § 7 UWG grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung erforderlich; die eng begrenzte Bestandskunden-Ausnahme sollten Sie separat rechtlich prüfen lassen. Das Double-Opt-in ist ein gängiger Nachweis, keine gesetzliche Pflicht. Ob ein Anbieter Daten datenschutzkonform verarbeitet, prüfen wir hier nicht, und eine Rechtsberatung ist dieser Text nicht.
Welches Werkzeug eignet sich für einen Online-Shop als Start-up?
Drip ist auf Warenkorb- und Kaufereignisse zugeschnitten und kostet ab 39 $ im Monat bis 2.500 Personen. Brevo ist der günstigere Einstieg mit 300 Mails pro Tag gratis, ActiveCampaign die Wahl, wenn ein Vertriebsteam das CRM mitnutzt.